Rhodiola-Rosea

Der Begriff Rhodiola umfasst eine grosse Zahl von Pflanzenspezies aus der Familie „Crassullaceae“, die teilweise auch in unseren Breitengraden zu Hause ist. Allerdings besitzt nur die Art, die in Teilen Sibiriens und in China gefunden wird, im Volksbewusstsein medizinische Eigenschaften. Seit Jahrhunderten wird die Wurzel in Russland, China und Skandinavien gegen Erkältung und zur Bewältigung von physischen Anstrengungen, sowie Stress eingesetzt.

Link zur Sendung im Schweizer Fernsehen vom 03.09.2009

Rhodiola rosea-Samen (Medizinal-Pflanze) für den Selbstanbau

Die zur Familie der Dickblattgewächse gehörende Pflanze Rhodiola Rosea enthält zahlreiche Vitalstoffe. In der Hochebene Tibets, in den Tälern des Himalaja und der Taiga Sibiriens sowie Finnlands und Schwedens wächst eine Pflanze namens Rhodiola Rosea. Sie duftet nach Rosen und besitzt die Fähigkeit sich den unterschiedlichsten Umständen anzupassen. Daher bezeichnet man sie als Adaptogen. Durch diese Fähigkeit erlangt die Haut die Fähigkeit zurück, sich anzupassen. Die Haut gewinnt wieder an Festigkeit und Spannkraft. Linien und Fältchen werden sichtbar reduziert. Ein guter Rhodiola Rosea- Extrakt muss 3% Rosavin und ungefähr 1% Salidroside enthalten.

Gebirgspflanze

Glücklicherweise hat uns die Natur mit einer Vielzahl von wertvollen Pflanzen gesegnet, die positive Wirkungen auf die geistige Fitness, sowie die Gesundheit haben und die Informationsverarbeitung im Gehirn verbessern. Eine dieser Pflanzen ist die noch relativ unbekannte Rhodiola rosea. Diese robuste Gebirgspflanze wird vor allem im asiatischen Raum seit vielen Jahrhunderten verwendet, um die geistige Agilität und Gesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten.
Chrakteristisch für Rhodiola rosea ist ihr rosenähnlicher Duft, den die geriebene Wurzel verströmt. Diesem Duft verdankt sie Bezeichnungen wie “Rosenwurz” oder im englischen Sprachraum“Golden Root”. Nähere Erkenntnisse über die Wirkungen von “Rosenwurz” gelangten jedoch erst Ende der 90er Jahre nach der langsamen Annäherung zwischen den Grossmächten zu uns nach Mitteleuropa.

Die Pflanze wurde entlang der Handelsrouten bis in die Mongolei und nach China verbreitet. Rhodiola rosea wächst hauptsächlich auf trockenem und sandigem Grund, besonders in höher gelegenen arktischen Gebieten Europas und Asiens. Die Pflanze wird bis 70 cm hoch und bildet gelbrote Blüten. Sie entwickelt einen dicken Wurzelstock (Rhizom), der frisch geschnitten nach Rosen duftet, daher auch der Name Rosenwurz.

Eigene Aufzucht

Russische oder chinesische Rhodiola rosea?

Die an der nationalen Universität Chungnam (Taejon, Korea) gemachte präzise Analyse bestätigt, dass Rhodiola rosea russischen Ursprungs zwei mal stärker und effektiver auf die Gesundheit wirkt, als die Chinesische. Die sogenannten „Roseaformeln“, die häufig in den USA verkauft werden (z.B. "Tibetan Rhodiola“ oder "China Rhodiola“) enthalten wenig Wirkstoffe, es fehlen meist die Hauptbestandteile Rosavin und der Salidroside-Inhalt ist zu tief.

Weitere Eigenschaften

- fördert den Verlust von Übergewicht
- Aphrodisiacum
- Stressabbau und Stressmanagement
- fördert sportliche Leistungen
- Immunstimulierend
- Erhöhung der Wahrnehmungsfähigkeit
- traditonell angewandtes Anti-Depressivum
- gegen Angstzustände
- fördert die Reproduktionsfähigkeit

Das kleine Wunder der Natur

Durch ihre ausserordentlich positive Wirkung auf die geistige Leistungskraft und die Gesundheit, gewinnt das "kleine Wunder der Natur" nicht nur in Fernost, sondern auch in den restlichen Ländern der Welt zunehmend an Bedeutung. In Europa ist die Pflanze noch nicht sehr bekannt. Während Wissenschaftler der östlichen Welt sich seit 1930 mit der Erforschung der Pflanze beschäftigen. Seit 1990 wurden die Erkenntnisse über den wichtigen Nutzen von Rhodiola rosea für die Gesundheit und auf den menschlichen Organismus der breiten Öffentlichkeit freigegeben.
Rhodiola rosea hat einen positiven Einfluss auf die geistige und körperliche Leistungskraft des Menschen. Sie stimuliert die Ausschüttung der Botenstoffe im Gehirn und sorgt für das richtige Verhältnis aller Botenstoffe zueinander. Das optimale Zusammenspiel aller Botenstoffe erhält die Konzentrationsfähigkeit und Gesundheit, stärkt das Wahrnehmungsvermögen und belebt die Erinnerung. Zudem hat die Pflanze eine adaptogene Wirkung. Adaptogene bewirken eine gesteigerte mentale Wachheit, Aufmerksamkeit und Entscheidungsfähigkeit. Stressbedingte Beeinträchtigungen der Hirntätigkeit werden so reduziert und Belastungssituationen, sei es im Berufs- oder Privatleben, werden besser verkraftet.
Weiter verfügt Rhodiola rosea über antioxidative Inhaltsstoffe, die die Gehirnzellen vor dem Einfluss von freien Radikalen bewahren. Freie Radikale sind aggressive Moleküle, die Hirnzellen zerstören können.

Art der Gattung

Der Internationale Code der Botanischen Nomenklatur (Namensgebung) enthält verbindliche Regeln für die Erstbeschreibung und Benennung von Pflanzen.
Diese Regeln sind sehr praktisch, damit weltweit ohne Sprachverwirrung eine bestimmte Pflanze definiert werden kann.

Bei der Bezeichnung der Pflanzen hat man sich der alten Sprachen der Wissenschaft entschieden: Latein und Griechisch.

Unkorrekterweise werden die wissenschaftlichen Pflanzennamen meist als lateinische Pflanzennamen bezeichnet, obwohl mehr Wörter aus dem griechischen Sprachgebrauch stammen. Verstärkt wird dieser falsche Eindruck zudem durch die Latinisierung der griechischen Gattungs- und Artnamen. (aus der griechischen Endung -os wird z.B. die lateinische Endung -us).
Der wissenschaftliche Name einer Pflanze besteht immer aus zwei Wörtern. Das 1. Wort bezeichnet dabei die Gattung (genus) und das zweite die Art (species). Der Gattungsname wird immer gross geschrieben, die Artbezeichnung beginnt mit einem kleinen Anfangsbuchstaben.

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