Adaptogen
Vater der Adaptogene
Adaptogen ist eine alternativmedizinische Bezeichnung für pflanzliche Zubereitungen und Drogen, die dem Organismus helfen sollen, sich an Stresssituationen anzupassen und einen positiven Effekt bei Stress-induzierten Krankheiten auszuüben. Ähnliche Bezeichnungen sind Verjüngungsmittel und (in der Ayurveda) Rasayana. Der Körper bzw. das Immunsystem soll an den Stress angepasst, also adaptiert werden. Der russische Forscher Nicolai Vasilevich Lazarev hat den Begriff 1958 geprägt. Adaptogene sollen völlig ungiftig und mit breiter positiver Wirkung ausgestattet sein.
Beispiele für Pflanzen, denen solche Wirkungen nachgesagt werden sind Ginseng, Shiitake, Reishi/Ling-Zhi, Maitake, Klapperschwamm, Mandelpilz, Schisandra, Rosenwurz, Ashwaganda, Schlafbeere, Jiaogulan, Maca und Kalmegh.
Der Begriff "Adaptogen" wurde Mitte des 20 Jahrhunderts vom russischen Wissenschaftler Nicolai Lazarev geprägt. Er war überzeugt, dass einige Pflanzen Bestandteile enthielten, welche dem Körper helfen könnten, die natürliche Stressbereitschaft zu erhöhen und die Gesundheit zu erhalten. Sein Nachkomme, Israel I. Brekhman, war der erste Wissenschaftler, der eine tiefer greifende Forschung dieser Hypothese begann.
In den Laboren der sibirischen Wälder Ost-Russlands arbeitend, entdeckte Dr. Brekhman, dass einige seltene Kräuter, die schon seit Jahrhunderten von Einwohnern dieses abgeschiedenen Landes wegen ihrer heilenden, unterstützenden und kräftigenden Eigenschaften genutzt wurden, tatsächlich diese Eigenschaften besassen und bewies dies auch in klinischen Studien.
Mit dem Namen "Vater der Adaptogene" für seine Pionierarbeit versehen, erstellte Dr. Brekhman Tausende von Studien, um diese Eigenschaften zu messen und im Detail zu erfassen.
Königliche Kräuter
Adaptogene werden auch als "Königliche Kräuter" bezeichnet. Die 3 Kriterien sind:
1.) Sie müssen gefahrlos über einen langen Zeitraum eingenommen werden können, dürfen keine oder kaum Nebenwirkungen haben.
2.) Sie müssen die Fähigkeit haben, die nichtspezifische Resistenz des Körpers gegen Stress zu steigern.
3.) Sie müssen die Fähigkeit besitzen, Homöostasie (die Eigenschaft der biologischen Systeme, Veränderungen zu widerstehen und in einem Gleichgewicht zu verharren) oder einzelne gestörte Systemabläufe wieder herzustellen.
Rhodiola rosea ist ein hochwirksames Adaptogen, welches die körperliche Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft auf unspezifische Weise fördert ohne die normalen biologischen Funktionen zu beeinflussen. Rhodiola rosea gilt als die ideale „Antistresspflanze“ wobei der Stressabbau auf folgende Wirkmechanismen zurückzuführen ist:
1.) Seratoninspiegelerhöhung in Hypotalamus und Mittelhirn (Mesencephalon)
2.) Erhöhtung der Endorphinspiegel
3.) Anpassung der Opioid Peptide (natürliche Stressreaktion)
4.) Hirn und Herzschutz durch Reduzierung der stressbedingten „Corticotrophin Releasing Factor“ (CRF) Produktion
Rhodiola verstärkt sowohl Ausschüttung als auch Wirksamkeit der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Norepinephrin was zu einer gesteigert Gehirnaktivität und besseren Konzentrationsfähigkeit führt. Die Resultate zahlreicher klinischer Studien zeigen eine deutliche Verbesserungen von Lernkapazität, Denkleistung, Aufmerksamkeitsspanne und Gedächtnis.
Studien von O.M. Duhan and Kollegen belegen, dass Rodiola Rosea antimutagene Eigenschaften besitzt und in diesem Aspekt anderen Adaptogenen wie etwa Panax Ginseng überlegen ist. In einigen Fällen konnten durch Mutagene wie etwa N-nitroso-N-methylurea ausgelöste Mutationen zu über 90% verhindert werden. Rhodiola Rosea besitzt verjungende Eigenschaften indem es die Effektivität der Zellinternen DNA Reparaturmechanismen verbessert.
Rhodiola ist in seiner Wirkung gegen Stress und Depressionen selbst so wirksamen Kräutern wie Johannes-kraut, Ginko Biloba, und Panax Ginseng überlegen und ist verglichen mit Panax Ginseng 5 mal besser verträglich.
Qualität
Als Pharmakologie wird die Lehre von der Wirkung chemischer Stoffe auf lebende Organismen verstanden, unabhängig von der Schädlich- oder Nützlichkeit. Im heutigen Sinn ist die Pharmakologie die Lehre von Arzneimitteln, also von der Struktur, dem Stoffwechsel und dem Wechselwirkungen der Pharmaka.
Es sind zahlreiche Produkte auf dem Markt erhältlich, die Rhodiola rosea enthalten. Leider besitzen diese Produkte vielfach keine oder sehr geringe biologische Aktivität. Gründe dafür sind falsches Ernten während der falschen Jahreszeit und ernten in einer klimatischen Region, die nicht geeignet ist oder Produkte, die mit einer minderwertigen Auslesemethode verarbeitet sind. Das Herstellungsverfahren ist auch ein Schlüsselfaktor in der Vorbereitung eines hohen qualitätsadaptogenischen Extraktes, wie z.B. die Messung der Qualitätsrohstoffe mit korrekten Testverfahren.
Die Hauptwirkstoffe von Rhodiola rosea, die für die aussergewöhnliche Kraft von Rhodiola rosea verantwortlich sind:
Cinnamolspiritusglykoside, besonders ROSAVIN - Cinnamyl-O-(6-O-L-arabinopyranosyl-D-glucopyranosid) ROSAVIN - und SALIDROSIDE.
Experten sind sich einig:
Die einzigartige Kombination von Rhodiola rosea, Magnesium und Vitamin B1 könnte zum Anti-Aging-Mittel der Zukunft werden.
Magnesium aktiviert ca. 300 Enzyme im Körper, hat einen stabilisierenden Einfluss auf die Nervenzellen und macht sie sensibel für Nervenreize. Vitamin B1, auch bekannt als Thiamin, ist der Kraftstoff für das Hirn. Beide Vitalstoffe sind für die Energieversorgung der Nervenzellen und die Übertragung von Informationen im Gehirn unverzichtbar.