Artenschutz
Produktionstechnologie Rhodiola rosea - Wurzeln
Die natürlichen Bestände der Rosenwurz (Rhodiola rosea L.) Europas sind nach der aktuellen Roten Liste "stark gefährdet" bis "vom Aussterben bedroht".
In den USA und Kanada stehen bereits sämtliche Arten der Gattung Rhodiola unter strengstem Artenschutz. In den traditionellen Sammelgebieten des Altai-Gebirges und Sibiriens ist die Entnahme streng kontingentiert. Der beste Schutz dieser wertvollen, sehr langsam wachsenden Pflanze ist ihre Inkulturnahme.
Die begrenzten natürlichen Ressourcen, die unsichere Ausgangslage bei der Rohstoffbeschaffung, die drohende Kriminalisierung auf dem Rohstoffsektor sowie der zunehmende gesetzliche Druck auf Qualität und Rückverfolgbarkeit sprechen auch von Seiten der Industrie für eine schnellstmögliche Orientierung auf Anbauware.
Ziel des Projektes ist es, ein wirkstoff- und ertragsoptimiertes Produktionsverfahren für Radix Rhodiolae roseae zu entwickeln, welches die einzelnen anbau-, ernte- und nacherntetechnologischen Produktionsabschnitte einschliesst.
Kundennutzen
Ein praktikables, wirkstoff- und ertragsoptimiertes Produktionsverfahren für Rhodiola rosea-Wurzeln löst wesentliche Rohstoffprobleme der Extrakthersteller, der Nahrungsergänzungs- und pharmazeutischen Industrie.
Die landwirtschaftliche Erzeugung ist unabhängig von den Unwägbarkeiten der Wildpflanzensammlung in den Herkunftsländern (Qualität, Aufkommen, Handelswege, Klima, Politik).
Durch das Produktionsverfahren wird die Rohstoffverfügbarkeit planbar und die Qualität kontrollierbar. Durch die Wirkungen am Rohstoffmarkt wird ein indirekter Beitrag zum Artenschutz in den Ursprungsländern geleistet.
Ausblick
Das Bedürfnis der verarbeitenden Industrie nach schneller Einführung der Ergebnisse ist gross. Um abgrenzbare, auch schutzfähige Qualitäten gegenüber der Wildpflanzen-Sammelware zu erzielen, bietet sich die Züchtung einer speziellen Sorte, vorzugsweise einer Hybridsorte, an.