Dosierung
Verabreichung
Die Tagesdosis beträgt 2-3x täglich 200-600 mg Extrakt. (entsprechend 20-60 Tropfen Tinktur), bei einer Therapie von 4 Monaten.
Die Tagesdosis von Rohdiola rosea hängt von der Standardisierung ab. Bei einer längeren Einnahme wird eine Tagesdosis von 360-600 mg Rhodiola rosea Extrakt bei einer Standardisierung auf 1 % Rosavin empfohlen, 180-300 mg täglich bei einer Standardisierung auf 2 % Rosavin und 100 - 170 mg bei einer Standardisierung auf 3,6 % Rosavin.
Gegen Stress wird die regelmässige Einnahme mehrere Wochen vor dem erwarteten Stressereignis eingenommen und fortgesetzt. Die Einnahme sollte am Morgen erfolgen, da es sonst während der ersten Wochen Schlafstörungen auslösen kann.
Die beste Wirkung wird bei Einnahme auf nüchternen Magen (eine halbe Stunde vor dem Frühstück oder dem Mittagessen) erzielt. Wie bei jedem (pflanzlichen) Präparat sollten Patienten ihren Hausarzt über die Einnahme von Rhodiola rosea informieren.
Rhodiola rosea-Tee und Tinktur
Teemischung:
Feine Stücke aus 5 g Rhodiola Rosea Wurzeln schneiden.
1 Tasse kochendes Wasser über die Wurzeln giessen und min. 4 Stunden lang brauen. Dann abfiltern.
Täglicher Bedarf: 1/5 Tasse, 2-3x pro Tag.
Tinktur:
30 g von Rhodiola Rosea Wurzeln in 5-10 mm grosse Stücke zerkleinern, 150 ml Wodka ohne aromatischen Zusätze hinzufügen, schütteln und bei Raumtemperatur 3-5 Tage stehen lassen. Abtrennen und filtern.
Täglicher Bedarf: 1 Teelöffel 3x pro Tag.
Rhodiola-Extraktherstellung
Die Extraktherstellung kann mit Wasser oder verdünntem Alkohol erfolgen, Wodka (40%) ist eine Möglichkeit. Die Wirkstoffe (Glykoside von niedermolekularen Phenolen, Flavonoide, niedermolekulare Proanthocyanidine) sind auch in Wasser löslich, da antidiabetische (Hemmung der alpha-amylase in vitro) und immunstimulierende, aber auch Blutdrucksenkende Wirkung mit Wasserlösungen beobachtet worden sind. Meist werden die Extrakte mit Trockenextrakten angesetzt, bei denen die Lösungsmittel nach der Extraktion wieder abgezogen werden.
Die Herstellung einer Wodka-Tinktur ist möglich, hier scheint die Extraktionszeit von 3-4 Wochen allerdings zu lang. Bei fein zerkleinertem Material, reichen unter häufigem Umschütteln 10-12 Tage. Die überstehende Flüssigkeit muss dekantiert und der Rest mit einem Kaffeefilter getrennt werden, damit eine klare Lösung entsteht.
Es ist wird abgeraten, ein Wasserextrakt herzustellen, da eine mikrobielle Kontamination nicht ausgeschlossen werden kann. Ebenso sollte ein Extrakt nicht länger als 3 Monate eingenommen werden.
Wechselwirkungen
Wechselwirkungen von Rhodiola rosea mit anderen Arzneimitteln sind nicht bekannt. Bei gleichzeitiger Anwendung mit anregenden Substanzen kann deren Wirkung verstärkt werden.
Nebenwirkungen
Bei den Dosierungen in klinischen Studien wurden keine Nebenwirkungen dokumentiert. Bei Dosierungen von Rhodiola rosea-Extrakten (Standardisierung auf 2 % Rosavin) von 1,5-2 g und höher kann vereinzelt über einige Tage erhöhte Reizbarkeit und Schlaflosigkeit auftreten. Wenn Rhodiola rosea während einer Therapue in zu hohen Dosen oder über zu lange Zeit eingenommen wird, kann dies zu einer Verschlechterung der Beschwerden führen. Rhodiola rosea sollte nicht von Patienten mit geistigen Erkrankungen (bipolare affektive Störungen, z.B. manisch-depressive Erkrankung) eingenommen werden. Für die Eignung während Schwangerschaft und Stillzeit liegen zur Zeit keine Daten vor.