Kultivierung
Kultivierung
Die Rosenwurz bevorzugt gut drainierte Böden in sonniger Lage. Sie verträgt dank ihrer sukkulenten Bauweise auch Trockenperioden, aber keinen vollen Schatten. Da Rhodiola rosea diözisch und auf Bestäuber angewiesen ist, sollten aus Samen zur Vermehrung immer männliche und weibliche Pflanzen gezüchtet werden.
Rosenwurz als Gartenpflanze
Die Vermehrung der Pflanze im Garten kann durch Aussaat oder Teilung im Frühjahr erfolgen.
Der Boden sollte durchlässig, frisch und leicht sauer sein. Am besten an sonniger oder halbschattiger Lage (am besten zwischen Steinen). Pflanzabstand: ca. 25 cm. Rosenwurz ist frostbeständig und hat einen ausgeglichenen Nährstoffbedarf. Die egelmässige Bewässerung ist sehr wichtig.
Besonders für Staudenbeete oder Steingärten ist die Pflanze sehr gut geeignet.
Die Samen werden im Frühjahr im Gewächshaus unter einer immer feuchten und dünnen Kompostschicht zum Keimen gebracht. Dies keimen innerhalb von 2 - 4 Wochen bei 10° C. Sie sollten bis zum Frühsommer im Gewächshaus bleiben.
Vor der Verpflanzung ins Freiland sollte die Rosenwurz kräftig sein. Langsamer wachsende Jungpflanzen werden kräftiger, wenn sie etwas kälter und in Halbschatten stehen.
Zur Vermehrung über Stecklinge erntet man während der Wachstumsphase die frischen 8 - 10 cm großen Triebe mit viel unterirdischem Stamm und setzt sie an einen schattigeren, kühleren Ort im Gewächshaus.
Kaltkeimer
Als "Kaltkeimer" werden Pflanzenarten bezeichnet, deren Samen erst nach einer Kälteperiode zu keimen beginnen. Es sind insbesondere Alpenpflanzen, die so auf den natürlichen Klimaeinfluss reagieren. Die Kälteperiode ist nötig, damit eine "Schutzbarriere" im Innern der Samen aufgehoben wird. Diese "Schutzbarriere" verhindert, dass die Samen zu einem "falschen" Zeitpunkt keimen und dann als zarte Minipflänzchen in der Winterkälte Schaden nehmen. Konkret heisst das, die Samen von Rhodiola rosea, Enzian, Edelweiss und anderen Alpenblumen fallen im Sommer/Herbst auf den Boden und keimen nicht, solange die Winterkälte den Keimschutz nicht aufgehoben hat. Sobald die Frühlingssonne wärmt, setzt die Keimung ein. Der Sämling kann sich in der kurzen sommerlichen Vegetationszeit zu einem Pflänzchen entwickeln, das den Winter problemlos übersteht.
In der Anzucht dieser Pflanzen ist dieser Umstand zu berücksichtigen. Ideal ist es jetzt in den Wintermonaten die Samen in ein sandiges Aussaatsubstrat zu säen. Das Erdsubstrat ist dann gut anzufeuchten, damit die Samen mit der Feuchtigkeit Wasser aufnehmen (quellen). Dann wird die Saatschale ins Freie, zum Beispiel unter das vor Niederschlägen schützende Vordach gestellt. Die winterlichen Wechseltemperaturen beeinflussen die Vorgänge im Innern der Samen, so dass dann mit steigenden Temperaturen die Keimung einsetzen kann. Dieser Kälteeinfluss ist für eine Periode von etwa drei Wochen nötig. Falls die Aussaat zu spät im Frühling oder im Sommer erfolgt, so kann die Temperatur im Kühlschrank simuliert werden. Das ist der Trick, um die Anzucht von Alpenblumen auch in tropischen Regionen zu ermöglichen.
Eigene Aufzucht von Rhodiola rosea
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Rhodiola rosea einjährig
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